Sunday, April 29, 2012
Participate.ch macht Deliberative Demokratie mit Konsensforum

Mit Participate.ch lancieren wir das Konzept vom Konsensforum als Instrument für deliberative Demokratie in der Schweiz:

Die aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen verlangen von uns ein anderes Vorgehen als das bekannte lineare Denkschema von Analyse-Planung-Umsetzung. Es braucht neue Wege des gegenseitigen Verständnisses für nachhaltigere Lösungen.

Das Konsensforum.

Ziel von Participate.ch ist es, Menschen durch die Teilnahme an einem Konsensforum dazu zu befähigen, sich eigenverantwortlich mit den Problemen Ihrer Lebenswelt zu beschäftigen und selbst nach Lösungen zu suchen. Das als Empowerment bezeichnete Konzept der Selbstbefähigung ist ein wesentliches Moment gesellschaftlicher Selbstorganisation und somit ein gelebtes Beispiel partizipativer Demokratie und Subsidiarität.

Die Methodik eines Konsensforums beruht auf einer einfachen Form der Bevölkerungsbeteiligung wie sie in der Schweiz bereits für das Zukunftsforum in Thalwil eingesetzt wurde, und welche es kostengünstig und rasch erlaubt, Selbstorganisation und Eigenverantwortung in der Bevölkerung zu stärken und bessere politische Lösungen zu finden.

Neue Ideen und Wahlmöglichkeiten

Ziel eines Konsensforums ist es, neue Ideen und Wahlmöglichkeiten zu finden, die von allen Beteiligten mitgetragen werden. Mit dem Konsensforum können Ideen entstehen, die über bekannte oder nahe liegende Lösungsansätze hinausgehen. Das Konsensforum trifft keine politischen Entscheidungen, kann aber alleine durch die öffentliche Präsentation der Überlegungen und Empfehlungen eine grosse Wirkung haben.

Aus unserer Sicht sind partizipativ-demokratische Strukturen wie das Konsensforum ein wichtiges und bislang fehlendes Element in der Zusammenarbeit zwischen der Politik, der Verwaltung, den Interessengruppen und der Bevölkerung.

Ablauf von Konsensforen

Während einem Konsensforum arbeiten jeweils 12-16 zufällig ausgewählte Personen zwei Tage hinter verschlossenen Türen am Thema. Aufgrund der Zufallsauswahl handelt es sich bei den TeilnehmerInnen um Leute aus der breiten Bevölkerung, die über keinerlei spezielles Vorwissen oder spezielle Qualifikationen verfügen. Insbesondere vertreten sie dadurch keine Interessengruppen, sondern ihre persönliche Meinung. Die TeilnehmerInnen schärfen während ihrer Zusammenarbeit die relevanten Fragen, Probleme und Lösungsideen und folgen dabei dem, was den Teilnehmenden wirklich wichtig ist. Die dahinterliegende Methode des Konsensforums ist sehr intensiv, da alle Zugänge und Perspektiven berücksichtigt werden und ein gemeinsames Anliegen entsteht.

Am Ende des zweiten Tages präsentieren diese 12-16 Personen in einer gemeinsamen Erklärung ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit. Gemeinsam werden diese diskutiert. In Resonanzgruppen werden die Ergebnisse mit Vertretern aus Verwaltung und Politik weiter diskutiert und fliessen in die politischen Gremien ein.

Durch die Konsensforen entwickelt Participate.ch mit der Bevölkerung Ideen, die nicht nur innovativ sind, sondern auch breite Zustimmung, Identifikation und Akzeptanz finden.

participate.ch